Fortbildungsangebote

Seit September 2019 bis Juli 2020 biete ich in Leipzig beim Institut Ikusa eine Fortbildung zum Thema „Multimodale Traumatherapie in der Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen“ für die Zielgruppe der Kunsttherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten, Ärzte sowie weitere Berufsgruppen, die in traumarelevanten Bereichen tätig sind an.

In 5 Modulen á zwei Tage erhalten sie einen umfassenden Einblick in die Methodenvielfalt der Traumatherapie.

Curriculum (PDF-Datei)

 

 

Diagnostik

Neben der persönlichen Anamnesegespräch verwende ich für die Diagnostik die allgemein anerkannten Tests:

SKID-D Diagnostik

Hierbei handelt es sich um ein strukturiertes klinisches Interview, bei dem alle diagnostischen Kriterien einer dissoziativen Störung gemäß dem Diagnosemanual DSM-IV als differenziertes Kriterium abgefragt werden und das sich an die klinisch-exploratorische Befunderhebung anlehnt.

Der Fragebogen für SKID-2 fragt Persönlichkeitsmerkmale ab, die im späteren klinischen Interview verifiziert werden.

BDI–2 Selbsteinschätzungsverfahren

Bei depressiven Symptomen favorisiere ich das BDI–2 Selbsteinschätzungsverfahren zur Erfassung depressiver Symptome im klinischen Alltag, neben dem Anamnesegespräch.

Darüber hinaus erfolgt bei posttraumatischen Symptomen die Durchführung eines strukturierten Interviews für komplexe posttraumatische Belastungsstörung (deutsche Version des Sides). Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein strukturiertes Interview, bei dem die Kategorien Störungen der Regulation von Affekten und Impulsen, der Wahrnehmung oder des Bewusstseins, der Selbstwahrnehmung, der Beziehung zu anderen Menschen, der Somatisierung sowie der Veränderungen der Lebenseinstellungen gefragt werden.

Clinican-Admistered PTSD (CAPS)

Des Weiteren kann die deutsche Übersetzung des Clinican-Admistered PTSD (CAPS) ergänzend von mir verwendet werden.

SOMS

Bei somatoformen Störungen setzte ich das Screening für Somatoforme Störungen SOMS ein.

Klaus Lembke - Trauma- und Kunsttherapie

Willkommen auf meiner Homepage.

Seelische, frühkindliche oder körperliche Gewalt oder Stresserfahrungen hinterlassen Wunden, die zu psychischen Symptomen führen können. Es kann u.a. zum Auftreten von Ängsten, Depressionen, posttraumatischen oder dissoziativen Störungen kommen. Oft verhindert dabei die Funktionsweise des Gehirns, dass diese Belastungen in Worte gefasst werden können.

In der Behandlung kommen daher verschiedene Methoden zum Einsatz. Die Kunsttherapie bietet dabei ein nicht sprachliches Verfahren, in dem derartige Themen weniger konfrontativ dargestellt werden können und die therapeutische Beziehung aufgebaut werden kann. Im weiteren Verlauf werden dann abhängig von Anamnese und den Ergebnissen der ausführlichen Diagnostik Aspekte der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, der phasenorientierten Traumatherapie und des EMDR genutzt.

Kosten Träger sind vereinzelte Krankenkassen, die persönliche Eigenleistung oder ein Fonds.

Gerne beantworte ich im persönlichen Gespräch Ihre Fragen.

Klaus Lembke

Unterkategorien

Vorgeburtliche Traumata

Bei frühen Traumatisierungen wird das sich entwickelnde Gehirn mit vielen Reizen überschwemmt. Die Verbindungen zwischen den Nervenzellen reißen ab und somit kommen noch in einigen Nervenzellen Informationen an, können aber nicht gebündelt werden. Es entsteht ein Verlust des zeitlichen Klebstoffes zwischen den Nervenzellen. Es kommt somit zum Zeitachsenverlust. Die nicht traumatischen Erfahrungen werden in den Zellen mit den traumatischen Erinnerungen eingefärbt. In der sensomotorischen Symptomatik liegt dann oft der Hinweis für pränatale oder frühe Traumatisierungen.

Zu den vorgeburtlichen Traumatisierungen können folgende Ereignisse zählen:

Komplikationen in der Schwangerschaft

Seelische Erkrankungen der Mutter

Totgeborener Zwilling

Geburtstraumatisierungen

Sexuelle Misshandlung an der Mutter